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Abnehmen in der Perioden-Recovery? Emily – 4 Jahre keine Periode trotz Normalgewicht: so hat sie ihre Female Balance zurückerobert. Blogbanner mit Emily im Video-Interview und ihrem Zitat: Lina zu kontaktieren war die beste Entscheidung meines Lebens
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12. Oktober 2026· 9 Min. Lesezeit

4 Jahre ohne Periode: Emilys Weg in ein selbstbewusstes Leben

Lieber hören? Hier geht’s zur Folge

Wichtig vorab

Hier geht’s offen um Magersucht, Sportsucht, Kalorienzählen und den Verlust der Periode. Das ist Emilys persönliche Geschichte, keine Anleitung und kein Versprechen, dass jeder Weg gleich aussieht oder gleich lange dauert. Essstörungen sind ernste Erkrankungen. Wenn du selbst betroffen bist, hol dir bitte ärztliche und therapeutische Unterstützung. Gerne begleite ich dich zusätzlich.

Es war eigentlich ein Gefängnis mit mir selbst.
Emily

Zahnpasta? Getrackt. Das kleinste Apfelstück? Getrackt. Bloß nichts vergessen. Emilys Tracking-App wusste über jeden Bissen Bescheid, Zucker war verteufelt, und ein Tag mit weniger als 30.000 Schritten zählte für sie nicht als erfolgreicher Tag.

Ihre Periode hatte sie zuletzt 2018. Danach: vier Jahre Funkstille. Und das Verrückte daran: Selbst als die Waage längst wieder Normalgewicht zeigte, tat sich nichts.

Periode wieder bekommen nach Untergewicht, obwohl der Körper doch eigentlich „wieder normal“ ist? Genau das hat Emily geschafft, ungefähr ein halbes Jahr, nachdem wir 2021 angefangen haben. Emily war eine meiner allerersten Frauen, damals noch zu LT-Coaching-Zeiten.

Heute ist sie 30 und sagt: „Seit zwei Jahren bin ich eigentlich wieder in meiner Mitte. Ich weiß, wer ich bin, was ich kann und was mein Körper braucht.“ Wie sie aus dem Gefängnis in ein selbstbewusstes Leben gefunden hat, erzählt sie dir heute selbst.

Ich bin Lina, staatlich geprüfte Ernährungsberaterin und Health Coach für Frauengesundheit. Ich kenne dieses Muster nicht nur aus Begleitungen, sondern aus eigener Geschichte.

Emily im kurzen Interview

Emilys Weg auf einen Blick

  1. Mit ca. 22

    Die Trennung

    „Ich bin es nicht wert, geliebt zu werden“ – Flucht in Sport und Tracking

  2. 2018

    Die letzte Periode

    Danach vier Jahre Funkstille

  3. Tiefpunkt

    Die Fußverletzung

    Von 30.000 Schritten auf fast null

  4. 2021

    Start mit Lina

    Pläne fürs Essen und den Sport, vor allem aber Kopfarbeit

  5. Ein halbes Jahr später

    Die Periode ist zurück

    Nach vier Jahren ohne

  6. Heute

    30 und in ihrer Mitte

    Intuitiv essen, Sport aus Freude, „Ich bin es wert“

Wenn Schritte und Kalorien den Tag bestimmen

Mit ungefähr 22 zieht Emily eine schwere Trennung den Boden unter den Füßen weg. Hängen bleibt ein Satz, der sich tief eingräbt: „Ich bin es nicht wert, geliebt zu werden.“

„Und dann fängt man halt an, sich in irgendwas zu flüchten, um diesen Schmerz zu kompensieren“, erzählt sie. Bei ihr war das Sport, drei bis vier Stunden am Tag. Und wer so viel trainiert, achtet dann „vielleicht auch auf die Ernährung“, und schon war das Tracking da.

Wie sich ihr Alltag damals angefühlt hat, beschreibt sie so:

Mein ganzes Leben war geprägt von: Wie viel esse ich, Kalorien tracken, habe ich heute schon ausreichend Sport gemacht, habe ich 20.000 Schritte erledigt. Das gesamte Gedankenkarussell hat sich die ganze Zeit gedreht, und ich war auch kein glücklicher Mensch.

Emily

Ganz ehrlich, so fängt es bei vielen Frauen an. Nicht mit dem Wunsch, dünn zu sein, sondern mit einem Schmerz, für den es gerade keine andere Sprache gibt. Laufschuhe und Tracking-App werden dann zu einem Pflaster, das man jeden Morgen neu draufklebt. Eine Essstörung ist niemals ohne Grund da.

Von 30.000 Schritten auf fast null

Nach ein paar Jahren hatte Emily ihr niedrigstes Gewicht erreicht, und dann kam die Verletzung. Sie war exzessiv laufen gegangen, ohne passende Schuhe, und eine Entzündung im Fuß hat sie plötzlich fast bewegungsunfähig gemacht.

Von 30.000 Schritten, die man täglich macht, auf gefühlt 2.000 bis 0 Schritte. Das ist für jemanden mit Essstörung und Sportsucht wahnsinnig schwer zu akzeptieren.

Emily

Ihr Körper hat zugenommen, und für jemanden, der so lange untergewichtig war, ist das der größte Albtraum. Emily nennt es heute „ein Komplettpaket an: Es ist alles furchtbar“:

Ich kann kaum laufen, ich kann zwar Sport machen, aber ich fühl mich total unwohl in meinem Körper, ich weiß nicht, wie ich mich ernähren soll.

Emily

Irgendwann in dieser Zeit sitzt Emily heulend vor dem Spiegel und schwört sich: nie wieder. Kurz danach stolpert sie auf Instagram über mich, damals noch mitten in meiner Bodybuilding-Zeit, und aus ein paar Nachrichten hin und her wird eine Begleitung.

Sie wollte abnehmen – ich wollte, dass sie mehr isst

Emilys Ziel war damals glasklar: abnehmen und, wenn es klappt, nebenbei vielleicht die Periode zurück. Gerade am Anfang kamen ganz viele Frauen mit genau solchen Körperzielen zu mir: abnehmen, straffer werden, mehr Muskeln.

Ja, ja, ja, wir haben auf ihre Ziele geschaut. Aber tief in mir drin habe ich immer gelenkt: mehr essen, ausgewogener essen, raus aus dem Zahlenkopf, rein ins intuitive Essen. Ich hatte selbst alle Extreme durch, von der Anorexie über Binge Eating bis zum Wettkampfbodybuilding, und wusste ziemlich genau, was Emily da gerade durchmacht.

Damals habe ich noch mit Ernährungsplänen gearbeitet, heute arbeite ich mit Leitfäden. Emilys erster Plan hat sie richtig geschockt: „Nee, das ist viel zu viel, da nehme ich zu.“ Gleichzeitig war genau dieser Plan eine Entlastung für sie.

Es hat mir gut getan, nicht mehr darüber nachzudenken, was ich einkaufen muss. Es stand alles fest. Emily, du kaufst das, du isst das. Dadurch konnte ich diesen krassen Food-Fokus einfach mal ein bisschen ablegen.

Emily

Es ist okay, mehr zu essen. Es ist okay, wenn du irgendwann deine Periode wiederbekommst. Es ist auch total in Ordnung, sich mal was zu gönnen und Spaß am Leben zu haben.
Emily über das, was sie in der Begleitung gelernt hat

Und dann passierte das, womit Emily nie gerechnet hätte: Sie hat deutlich mehr gegessen als vorher und dabei abgenommen. Mehr Energie, ein besseres Körpergefühl, und obendrauf kam die Periode zurück. „Es kam alles zusammen, es war ganz wild.“

Zwischendurch hat sie selbst gezweifelt, ob das überhaupt was bringt, bis ich ihr ein Vorher-nachher-Bild gezeigt habe und sie den Unterschied plötzlich sehen konnte. Im Rückblick sagt sie, die Zusammenarbeit war viel mehr mentale Arbeit als Arbeit am Körper.

Periode wieder bekommen nach Untergewicht: Warum es trotzdem gedauert hat

Als Emily zu mir kam, zeigte die Waage seit ungefähr einem halben Jahr wieder Normalgewicht. Die Periode? Fehlanzeige. Und genau an diesem Punkt verzweifeln so viele Frauen: Ich habe doch zugenommen, was will mein Körper denn noch?

Dein Zyklus schaut nicht auf die Waage, sondern eher aufs Konto. Ein einzelner Gehaltseingang macht noch kein Polster: Erst wenn über längere Zeit verlässlich genug Energie reinkommt, Pausen drin sind und der Stresspegel sinkt, traut sich dein Körper, wieder in etwas so Aufwendiges wie einen Zyklus zu investieren.

Deshalb gilt: Normalgewicht ist nicht dasselbe wie Sicherheit für deinen Körper. Bei Emily kam vieles zusammen: genug essen, Pausen erlauben, die Kontrolle Stück für Stück abgeben. Ungefähr ein halbes Jahr nach unserem Start war ihre Periode wieder da, nach vier Jahren.

Und noch etwas war bei Emily wichtig: Wir haben uns ihre Hormonwerte angesehen und sie gezielt über die Ernährung unterstützt, zum Beispiel ihre Schilddrüse. Die ist so etwas wie dein innerer Motor und super wichtig für einen gesunden Zyklus.

Mir ging es den ganzen Tag richtig schlecht, ich war schlecht gelaunt, ich hatte Hunger und wusste einfach nicht, was los ist. Und dann kam meine Periode, und plötzlich ergab alles Sinn.

Emily

Ganz ehrlich war das für sie erst einmal auch ein komischer Moment. „Ich habe meine Periode nicht, mega cool, das heißt, ich bin im Untergewicht“, so hatte ihr Kopf jahrelang gerechnet. Und plötzlich hieß es: „Jetzt hast du wieder zugenommen, jetzt ist dein Körper wieder fruchtbar, du bist jetzt wieder normal.“

Im Nachhinein war es das Beste, was passieren konnte. Dein Körper ist immer für dich, nie gegen dich. Er versucht nur, dich am Leben zu halten, und wir haben verlernt, auf seine Signale zu hören.

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Vom Plan zum Bauchgefühl

Viele denken, intuitives Essen heißt: Ab Montag esse ich einfach nach Gefühl. Ganz ehrlich, nach Jahren mit Tracking-App funktioniert das selten auf Knopfdruck.

Selbst wenn man sagt, ich esse jetzt intuitiv, überschlägt man im Kopf trotzdem die ganze Zeit: Hab ich jetzt zu viel gegessen, zu wenig gegessen, passen die Proteine? Das geht die ganze Zeit im Kopf rum, und irgendwann fragt man sich: Warum mach ich das eigentlich?

Emily

Bei Emily lief es deshalb genau andersherum: erst Struktur, dann Vertrauen. Der Plan hat ihrem Kopf eine Pause verschafft, und in dieser Pause durfte ihr Körper zeigen, dass er mit mehr Essen nicht entgleist. Wenn du einer Person vertraust, schaffst du es irgendwann auch, dir selbst wieder zu vertrauen.

Der Übergang war schon holprig, der hat auch nicht immer geklappt. Aber irgendwann wusste ich: Okay, das sind so die Mengen, die ich da gegessen habe. Ist mir das zu viel, ist mir das zu wenig? Und irgendwann ging es so automatisch, dass ich mich gar nicht mehr intensiv mit dem Tracking beschäftigt habe.

Emily

Wenn sie heute zurückblickt, staunt sie selbst: Früher hat sie riesige Mengen von Lebensmitteln mit möglichst wenig Kalorien gegessen. Heute geht sie mit Freundinnen essen und kocht, ohne sich den Kopf zu zerbrechen, ob sie sich das erlauben darf.

Wie oft rechnest du heute noch im Kopf mit, obwohl du offiziell gar nicht mehr trackst?

Es ging nie ums Essen

Wenn ich Emilys Geschichte in einen einzigen Satz packen müsste, dann nehme ich ihren:

Es war nie das Essen, es war nie der Sport. Das war ich.
Emily

Ihr ganzes Selbstbild war geprägt von „Ich bin es nicht wert, geliebt zu werden“. Wenn sie heute Fotos von damals ansieht, denkt sie: „Du hattest eigentlich eine ganz normale Figur. Ich würde die Emily von damals gern retten und ihr sagen, es ist alles okay, konzentrier dich auf deine mentale Gesundheit.“

Und warum ist das so schwer loszulassen? Stell dir vor, in deinem Kopf sitzt ein kleiner Harald mit Notizblock. Alles, was du je gehört, gesehen und gefühlt hast, schreibt er mit, und er sucht ständig nach Beweisen für das, was er sowieso schon glaubt: „Ich bin nicht gut genug.“ Hast du einen Essanfall oder zeigt die Waage ein Kilo mehr, ruft er triumphierend: „Siehst du, ich hab’s dir doch gesagt!“

Dein Kopf hat vor allem Angst vor dem, was er noch nicht kennt. Wenn die Essstörung alles ist, was du kennst, dann ist sie deine vertraute Sicherheit. Kontrolle hast du nicht, wenn du trackst, sondern wenn du lernst, auf deinen Körper zu hören.

Mir ist im Gespräch mit Emily noch etwas aufgefallen: Wir stellen uns fast immer mit einem Etikett vor. Ich bin Lina, Ernährungsberaterin, blablabla. Ich bin Mama, ich bin Sportlerin, ich bin irgendwas. Emily hat es direkt ausprobiert: „Ich bin Emily. Hi.“

Wann hast du zuletzt einfach gesagt: Ich bin. Punkt. Ohne Etikett, ohne Leistung dahinter?

Du erkennst dich in Emilys Geschichte wieder und willst da nicht länger allein durch? Im kostenfreien Zyklus-Klarheits-Call schauen wir gemeinsam, wo du gerade stehst.

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Vergleichen, Instagram und echte Menschen

Ausgerechnet Instagram hat Emily zu mir geführt. Und gleichzeitig war Instagram auch ein Teil des Problems.

Man hat nur dünne Girls gesehen, durchtrainiert, und dann guckt man sich an …

Emily

Vergleichen ist in der Recovery ein riesengroßes Thema, und der Feed ist dabei ungefähr so realistisch wie ein Katalogfoto. Mein Tipp ist so simpel, dass er fast lächerlich klingt:

Dein erster Schritt

Geh ins Freibad oder setz dich in ein Café und beobachte mal Menschen. Dann siehst du echte Körper, mit Bauch, mit Dellen, mit Leben.

Emily hat übrigens heute ein ziemlich feines Radar entwickelt: Sie merkt schnell, wenn jemand in ihrem Umfeld mit Essen oder Sport kämpft, weil sie die Zeichen von sich selbst kennt.

Was Emily heute anders macht

Ich habe Emily gefragt, worauf sie heute am stolzesten ist. Ihre Liste:

  • Ihre Selbstwahrnehmung hat sich komplett gedreht, von „Ich bin es nicht wert, geliebt zu werden“ zu „Ich bin es wert“.

  • Ausreichend essen, damit der Körper funktioniert: Wenn ihr die Energie ausgeht, fragt sie sich heute zuerst, ob sie etwas essen sollte.

  • Sie isst intuitiv. Der Übergang von den Plänen war holprig, aber irgendwann lief es wie von selbst.

  • Essen gehen mit Freundinnen und kochen, ohne sich den Kopf zu zerbrechen.

  • Zum ersten Mal über 100 Kilometer Fahrrad gefahren, mit einer Freundin und voller Energie.

  • Sport aus Freude, in ganz verschiedenen Sportarten, ohne einem Körperideal hinterherzujagen.

  • Hilfe annehmen und auch mal Verantwortung abgeben, obwohl sie, wie sie sagt, ein kleiner Kontrollfreak ist.

Ich habe gar nicht mehr dieses Bedürfnis, irgendeinem Körperideal hinterherzujagen, eine krasse Bodybuilding-Figur zu haben oder super schlank zu sein, sondern mich einfach wohlzufühlen. Ich habe Energie und kann den Sport machen, auf den ich Bock habe.

Vor ein paar Jahren bin ich aufgewacht und habe gedacht: Ach Gott, wie soll der Tag vergehen, ich kann keinen Sport machen, ich kann nichts essen, weil ich dann dick werde. Diese Gedanken habe ich einfach nicht mehr, und das ist so befreiend.

Emily

Ihren 30. Geburtstag hat sie deshalb ganz bewusst gefeiert: „Ich wusste, okay, ich kann diese ganze Zeit hinter mir lassen. Es war eine wilde Zeit, aber ich habe es gepackt.“

Hilfe annehmen, auch als Kontrollfreak

Gehörst du auch zu den Frauen, die lieber alles selbst in der Hand haben?

Dann wird dich dieser Teil von Emilys Geschichte vermutlich ein bisschen zwicken.

Ich bin schon auch ein kleiner Kontrollfreak und möchte alles gerne selber an der Hand haben. Mal Leuten zu vertrauen, die da Erfahrung mit haben, fällt mir sehr schwer. Aber das war einer der wichtigsten Punkte: Hilfe anzunehmen, sie zu akzeptieren und dann zu schauen, was ich daraus machen kann.

Emily

Und dann ist da noch dieser fiese Gedanke, den ich in so vielen Gesprächen höre: „So schlimm ist es bei mir ja noch nicht. Andere brauchen die Hilfe dringender.“ Emily war nie im Krankenhaus, und lange war es ihr schlicht unangenehm, sich ein Problem einzugestehen.

Damals war noch dieses Ganze: Wenn du zur Therapie gehst, dann hast du einen psychischen Knacks. Oh, wie peinlich, sie holt sich Hilfe. Und das ist der größte Murks überhaupt, weil es absolut fein ist, sich Hilfe zu holen. Es ist sogar wichtig.

Emily

Ganz ehrlich, das kenne ich auch, und zwar nicht nur beim Essen. Als ich meine Firma neu gegründet habe, fiel es mir unfassbar schwer, mir Hilfe zu holen. Heute bin ich so dankbar, dass ich Verantwortung auch mal abgeben darf.

Ein Muster, das Emily bis heute kennt: People Pleasing. Der Kalender ist bis oben hin voll, und irgendwann zieht sie die Notbremse: „Stopp, was will ich denn eigentlich? Was brauche ich gerade, um wieder glücklich zu sein?“ Dann sagt sie auch mal Termine ab, auch wenn es schwerfällt.

Emilys Rat an dich

Ich habe Emily gefragt, was sie einer Frau sagen würde, die glaubt, bei ihr sei der Zug längst abgefahren. Statt „Du schaffst das!“ kam etwas viel Ehrlicheres:

Ich glaube, man muss jeden Tag für sich nehmen und versuchen, ein Stückchen an sich zu arbeiten. Man muss keine riesigen Schritte machen, sondern sich kleine Teilziele setzen. Wenn man immer nur aufs große Ziel hinarbeitet, sieht man nicht, was zwischendrin eigentlich schon Krasses passiert.

Emily

Sie gibt auch offen zu, dass sie super ungeduldig ist: „An gewissen Punkten habe ich gedacht, das bringt doch eh nichts. Zwischendrin habe ich es nicht gesehen.“

Am Ende wird alles gut, und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch noch nicht das Ende.
Emilys Mantra, das sie sich hat tätowieren lassen

Welchen kleinstmöglichen Schritt kannst du heute gehen?

Was Emily über unsere Zusammenarbeit sagt

Lina zu kontaktieren war die beste Entscheidung meines Lebens. Ich habe mich nicht mehr wohl gefühlt – weder mental, physisch noch psychisch. Ich war alles, nur nicht in meiner Mitte.
Emily

Ich würde Lina auf jeden Fall weiterempfehlen, weil sie nicht nur den Fokus auf kleine Bereiche des Lebens lenkt, sondern die Person, die sie betreut, als Ganzes betrachtet und in alle Bereiche reinschaut. Sie geht tief rein in die Problematiken, die es da gibt, weil der Mensch nun mal als ganzheitliches Wesen betrachtet werden muss.

Es ist nicht immer nur ein Punkt ausschlaggebend dafür, dass man in eine Essstörung oder eine Sportsucht rutscht, sondern es sind ganz viele Faktoren. Und ich glaube, Lina ist da die perfekte Person, die das erkennt.

Wenn man jemanden an der Seite hat, der das alles schon mal durchgemacht hat, dann hat der einfach das Wissen und das Know-how: Hey, ich kann dir helfen, es wird besser, wir kriegen das alles gemeinsam hin.

Man muss seinen Weg natürlich selber gehen. Aber es ist immer einfacher, wenn man jemanden an der Seite hat, der einem die richtigen Werkzeuge mitgibt und einem nicht das Gefühl gibt, du bist falsch, sondern: Nee, du bist genau richtig, und den Weg, den du gehst, gehen wir zusammen.

Emily

Persönliche Worte zum Schluss

Liebe Emily, vor unserem Gespräch habe ich noch mal durch unseren alten WhatsApp-Chat gescrollt und musste so oft schmunzeln, weil es sich anfühlt, als wäre es gestern gewesen. Und danach saß ich, wie so oft, mit Tränen in den Augen da.

Danke für deinen Mut, deine Geschichte zu teilen, und für dein Vertrauen, damals und heute. Und dir danke ich, dass du Emily Raum geschenkt hast. Und wie ich so gern sage: Angst ist deine beste Freundin. Sie zeigt dir, dass du gerade etwas Neues wagst.

In der Begleitung von über 250 Frauen sehe ich immer wieder: Der Weg ist bei jeder ein anderer, mit Aufs und Abs. Aber du musst ihn nicht allein gehen.

🎧 Lieber hören statt lesen? Hier ist die ganze Folge

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